Caro im Gespräch mit Thomas über Ladendiebe

Gestohlene Handtaschen und ein geklautes Fahrrad

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Interview mit DIKE-Nutzerin Caroline Schaefer von Caro Lines aus Bonn: Teil 1

Caroline Schaefer wohnt in Bonn, Bad Godesberg und hat eine Boutique im selben Haus. Sie fühlt sich selbst nicht unsicher, aber eine Bekannte von ihr, die auch ein Geschäft führt, hat kürzlich etwas Unschönes erlebt: Ladendiebstahl. Am helllichten Tag wurde sie abgelenkt, während sich gleichzeitig jemand großzügig aus der Kasse bediente. „Das ist einfach beängstigend“, sagte uns Caro. „Mir ist so etwas zum Glück noch nicht passiert.“

Aber für genau solche Fälle, erzählte uns Caro weiter, sei es beruhigend zu wissen, dass man so etwas jetzt innerhalb von Sekunden eingeben und damit direkt alle in der Umgebung informieren könne. „Vielleicht lässt sich dadurch zumindest ein weiterer Diebstahl verhindern, oder es hat sogar jemand Hinweise, und ich bekomme vielleicht mein Geld zurück.“ Und auch sie selbst hat schon mehrere unschöne Vorfälle erlebt, von denen sie uns im Interview erzählte.

Das ganze Interview (6 min) findet ihr hier auf YouTube:

„Vor ein paar Jahren ist mir ein Fahrrad aus der Garage geklaut worden, als ich im Garten war. Ich war eigentlich da, konnte aber nichts machen. Wenn jemand kriminelle Energie hat, dann kriegt er dein Fahrrad auch am helllichten Tag, wenn man direkt danebensteht. Das geht so schnell… Genauso ist mir leider auch schon zweimal die Handtasche geklaut worden in München auf dem Oktoberfest. Und meiner Großmutter wurde mal von ihrer Terrasse einfach eine riesige Liege geklaut. Das ist ja absolut nichts Handliches, es müsste also eigentlich jemand gesehen haben, wie einer mit so einer riesigen Liege durch die Straße läuft. Für genau solche Fälle ist die App eine super Sache, die ich damals auf jeden Fall schon gerne gehabt hätte!“

Machst du seitdem irgendetwas anders, oder schützt du dich besser?

„Das Wichtigste, was ich auch nur jedem empfehlen kann: Unbedingt Fotos von allen Wertgegenständen machen. Von Schmuckgegenständen macht das ja jeder schon mehr oder weniger selbstverständlich, aber ich meine wirklich von allen Wertsachen: von der Handtasche, von Fahrrädern, von allem – rein prophylaktisch. Einfach um im Fall der Fälle schnell sagen zu können, was geklaut worden ist. Denn genau dann kann ich im Zweifel direkt die Fotos an die Polizei schicken und in der App hochladen.

Aber auch in kleineren Fällen, wo die Polizei selbst vielleicht gar nichts tun kann: Mit der App habe ich quasi „auf kurzem Dienstweg“ die Möglichkeit, zu berichten, wenn ich etwas Seltsames beobachtet habe. Innerhalb von einer halben Minute kann ich eingeben: „Habe etwas Verdächtiges beobachtet an dem und dem Ort. Haltet die Augen offen!“ Ich kann es genau beschreiben und kann sogar noch ein Foto machen und es hochladen. Von solchen Extremfällen bis hin zur Option als Blitzer-App. Da weiß ich immer genau Bescheid, was in der Nähe los ist und wovor ich aufpassen sollte.“

Caro, du bist eine der ersten Nutzerinnen hier in Bad Godesberg und hast es auch gleich deinen Kundinnen erzählt. Spricht es die Leute an?

„Ja natürlich! Es macht ja auch einfach Sinn, dass es sich multipliziert. Denn je mehr Leute dabei sind, desto mehr Sinn macht es auch für mich selbst. Im Zweifel will ich ja in relativ kurzer Zeit möglichst viele Menschen erreichen, damit möglichst viele Bescheid wissen und ihre Infos eingeben können. Es macht also auf jeden Fall Sinn, dass jeder der die App nutzt, auch seine Nachbarn, Freunde und Bekannte einlädt, damit es auch die erreicht, die man warnen möchte.

Wenn jetzt etwas passiert, kann ich mich einfach schnell durchklicken und in wenigen Schritten z.B. meinen Fahrraddiebstahl melden mit Foto und detaillierter Beschreibung   und alle anderen in der Umgebung bekommen die Meldung sofort aufs Handy. Das heißt dann natürlich noch nicht, dass ich auch das Glück habe, dass jemand etwas mitbekommen hat, aber meine Chancen, das Rad zurückzubekommen, sind dadurch ungleich größer. Und sie werden noch größer, je mehr Menschen mitmachen!“

Gab es denn bei euch in Bonn schon vorher Initiativen, die sich vernetzt oder Nachbarschaften, die sich organisiert haben?

„Ja, wie wahrscheinlich anderenorts auch. Es gibt hier einige Nachbarschaften, die eine Nachtstreife oder einen Sicherheitsdienst haben, der nachts um die Häuser zieht. Für solche Gruppen könnte das also auf jeden Fall etwas sein. Vor allem für tagsüber, denn wir wissen ja mittlerweile alle, dass die Einbrüche nicht mehr unbedingt nachts, sondern vor allem am Tag, wenn wir auf der Arbeit sind, passieren. Dementsprechend ist es einfach sehr beruhigend zu wissen, dass in der Nachbarschaft ein wenig mehr aufgepasst wird.“

Hier findet ihr das ganze Interview mit Caro als Video. Der zweite Teil folgt an dieser Stelle in wenigen Tagen. Darin erzählt uns Caro, wie vor allem Ladenbesitzer und Tierhalter von einer wachsamen Nachbarschaft profitieren.