Gründerinterview mit Christian

Veröffentlicht am

Hallo Christian, heute wir möchten etwas mehr über dich erfahren und wie du zu DIKE gekommen bist. Kannst du dich bitte einmal kurz vorstellen?

Mein Name ist Christian Landgrebe. Ich bin einer der Gründer von DIKE. Bevor Thomas und ich die Idee zu DIKE entwickelten, hatte ich bereits über 15 Jahre Erfahrung in der Software-Entwicklung gesammelt. Zuerst während meines Studiums der Wirtschaftsinformatik in Darmstadt, wo ich mit Kommilitonen ein kleines Softwareunternehmen gegründet hatte. Später dann am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik an der European Business School, wo ich Thomas kennen lernte. Und schließlich mehrere Jahre als Softwareentwickler in einem Beratungsunternehmen für Banken, wo ich zuerst den Bereich Business-Intelligence aufgebaut habe, um dann schlussendlich die Leitung der Entwicklungsabteilung zu übernehmen.

Und wie seid ihr, Thomas und du, auf die Idee zu DIKE gekommen?

Zu Beginn stand die Frage danach, was in Anbetracht der aktuellen Sicherheitslage in Europa jeder von uns dazu beitragen kann, die Sicherheit des Einzelnen zu erhöhen. Dann haben wir uns angeschaut, was aktuelle Meinungen sagen und wie Ansätze hierfür aussehen z. B. Initiativen der Polizei. Für die Polizei ist die Prävention noch vor Strafverfolgung und -aufklärung das wichtigste Element ihrer Arbeit und die beste Basis von Prävention ist schlicht eine umfassende Informationsversorgung.

Als nächstes haben wir uns angeschaut, wie die Bürger aktuell versuchen, dieses Problem zu lösen und haben beobachtet, dass sich viele hierzu miteinander vernetzen. Sie vernetzen sich in Facebook oder WhatsApp-Gruppen, um sich über Vorfälle in der Umgebung und die lokale Sicherheitslage auszutauschen. Genau diesen Trend belegen auch wissenschaftliche Studien, die zeigen, dass viele Bürger davon ausgehen, dass sie durch Aufmerksamkeit für das, was um sie herum passiert und durch einen gegenseitigen Informationsaustausch zu mehr Sicherheit beitragen können. Deutschland ist aktuell jedoch noch nicht so weit wie andere Nationen. In den Niederlanden oder auch den USA ist man hier schon deutlich weiter vorangeschritten, ein internationaler Trend ist aber zweifellos erkennbar.

Und das war der Ansatzpunkt für die Gründung von DIKE?

Genau! Auf Basis dieser Ergebnisse sind wir zu der Erkenntnis gelangt, dass effiziente lokale Vernetzung, die einen direkten Informationsaustausch ermöglicht, ein wesentlicher Baustein für mehr Sicherheit ist.

Wie waren die ersten Reaktionen von Menschen, denen ihr eure Idee vorgestellt habt?

Es gibt zwei Lager. Da sind Menschen, die sagen, dass sie überhaupt gar nicht wissen wollen, was in ihrer Umgebung eigentlich alles passiert, frei nach dem Motto: „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß!“ Auf der anderen Seite haben wir mit unzähligen Leuten auf Seiten der Polizei sowie Personen, die selbst schon mal Opfer eines Verbrechens geworden sind, gesprochen. Deren Antwort war ganz eindeutig: Man sollte in jedem Fall wissen, was in der Umgebung alles passiert und zwar im Idealfall natürlich bevor etwas passiert und nicht erst hinterher!

Wir können sehr gut beide Seiten verstehen und deswegen haben wir uns das folgende Credo zur Grundlage sämtlicher Konzepte bei DIKE gemacht: „Keine Informationen sind gute Informationen.“ Das heißt, wir wollen den Nutzer nicht übersensibilisieren und ihm eine Flut von Informationen geben, sondern nur solche Informationen, die tatsächlich für ihn relevant sind und über die er unbedingt Bescheid wissen sollte.

Aber sind Informationen allein denn überhaupt ausreichend, um z. B. Einbrüche zu verhindern?

Wir können sehen, dass zusätzliche Informationen und erhöhte Aufmerksamkeit zunächst einmal die Basis bilden. Aber natürlich stehen diese nicht alleine. Für den Fall, dass Information alleine nicht mehr ausreicht, wollen wir unser Netzwerk erweitern. Wir können über unsere Plattform selbst weitere Services und Tools anbieten, mit denen sich unsere Nutzer weiter absichern können. Wir werden aber auch externe Dienstleister, wie Anbieter von Sicherheitstechnik, Sicherheitsdienstleister oder auch Versicherungen in das Netzwerk integrieren.

So ermöglichen wir unseren Nutzern, sich ein bedarfsgerechtes Paket von Informationen und Dienstleistungen zusammenzustellen, das ihrem persönlichen Schutzbedürfnis entspricht. Für die externen Unternehmen bietet sich die Möglichkeit, sich umfänglich im Bereich der Risikomitigation vom ersten Erkennen eines potenziellen Risikos, über Präventions- und Schutzmaßnahmen bis hin zur Absicherung möglicher Schadenfälle als Partner zu positionieren und „erlebbare Sicherheit“ zu bieten.