Kennst du eigentlich deine Nachbarn?

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Durch soziale Netzwerke fällt es uns heute immer leichter, über die ganze Welt miteinander in Kontakt zu bleiben und jederzeit erreichbar zu sein. Vielfach gerät dabei in Vergessenheit, dass seit jeher ein weiteres Netzwerk existiert, das mindestens genau so wichtig, wenn nicht sogar noch wichtiger ist: die eigene Nachbarschaft. 

Mit der zunehmenden Mobilität und Verstädterung ist das Gebiet, auf dem sich unsere Freunde und Bekannte verteilen, immer größer und das persönliche Netz um uns herum immer dünner geworden. Wir tauschen uns weniger mit unseren Nachbarn aus, wissen im Zweifel nicht einmal, wer im selben Haus zwei Stockwerke über uns wohnt. Viele schätzen ihre Privatsphäre und manche wollen mit ihren Nachbarn überhaupt nichts zu tun haben. 

Ein gibt jedoch ein Thema, bei dem wir nicht selten schmerzhaft in Erinnerung gerufen bekommen, dass wir nur unzureichend mit unseren Nachbarn vernetzt sind: Es ist das Thema Sicherheit. Wir wissen schlicht nicht mehr, was um uns herum wirklich los ist. Oder wusstest du, dass es in deinem Ort aktuell vermehrt betrügerische Anrufe gibt oder Autoknacker ihr Unwesen treiben, um Navigationssysteme zu stehlen? In manchen Fällen trifft sicherlich das Argument: „So etwas passiert bei uns doch gar nicht.“ In den meisten Fällen ist es jedoch schlicht Unwissenheit darüber, was tatsächlich passiert.  

Diese Unwissenheit kann im Ernstfall zu bösen Überraschungen führen: Auf Sachverhalte, von denen wir nichts wissen, können wir uns nur schlecht vorbereiten. Eine Reaktion hierauf kann die stille Akzeptanz sein – frei nach dem Motto „es wird schon nichts passieren“. Alternativ können wir uns proaktiv mit dem Thema Sicherheit in der Nachbarschaft auseinandersetzen.  

Sucht man nach Lösungen, die zusätzlichen Schutz vor Bedrohungen oder möglichen unangenehmen Ereignissen bieten, erkennt man, dass die entscheidenden Faktoren hierfür Informationen und Transparenz sind. Je mehr Informationen vorhanden sind, desto besser lässt sich die eigene Lage einschätzen und die eigene Sicherheit steigern. 

Vor diesem Hintergrund haben sich insbesondere im Laufe der letzten Monate vielerorts Bürger- oder Nachbarschaftsgruppen gegründet. Nachbarn tauschen sich über Vorfälle aus und informieren sich gegenseitig, wenn ihnen etwas aufgefallen ist. Bestes Beispiel hierfür – die Bürgerhilfen aus der Gemeinde Grafschaft bei Bonn (Hast du unseren Blog-Beitrag hierzu bereits gelesen? Hier erfährst du, wie es den Menschen dort gelungen ist, die Anzahl der Einbruch durch Gründung einer WhatsApp-Gruppe massiv zu reduzieren). Dabei geht es in keinsterweise darum, Bürgerwehren zu bilden oder das Recht in die eigenen Hände zu nehmen. Es geht schlicht um die Umsetzung des altbekannten Sprichworts „vier Augen sehen mehr als zwei“. Denn jeder von uns kann einmal in eine Situation geraten, in der er auf die Hilfe anderer angewiesen ist. Und dann sind es meist nicht die eigenen Freunde, sondern die Menschen in der direkten Umgebung, die am besten helfen können. 

Durch eine höhere Aufmerksamkeit für alles, was im eigenen Haus oder im Wohnviertel passiert, können sich Nachbarn auch beim Schutz vor Kriminalität gegenseitig helfen. Durch die richtige Information am richtigen Ort können Gefahrensituation gemieden oder präventive Maßnahmen ergriffen werden – getreu dem Motto „Gefahr erkannt – Gefahr gebannt.“ 

Aber: Eine aufmerksame, intakte Gemeinschaft fällt leider nicht vom Himmel. Einer muss den Anfang machen. Unsere Mission ist es, euch dabei zu unterstützen! Mit DIKE helfen wir euch, diesen ersten Schritt so einfach wie möglich zu machen. Helft mit und sorgt dafür, dass eure Nachbarschaft ein wenig sicherer wird.